Avalanche – ein neuer Ethereum-Killer?

26.12.2021

Die zwei Hauptprobleme der Top-Blockchain Kryptowährungen Ethereum und Bitcoin sind die schnelle Skalierung des Netzwerks und die Transaktionsgeschwindigkeit. Die Kryptowährung Avalanche lässt tatsächlich erwarten, ein echter und gnadenloser Killer der Kryptowährung Etherium zu werden. Das Projektteam plant, dieses Vorhaben vor allem durch modulare Architektur und Anpassung (Flexibilität) des Netzwerks umzusetzen.

Was ist Avalanche?

Das Projekt entstand im September 2020 und wird seit 2018 aktiv gefördert und weiterentwickelt. Das Team besteht aus mehr als 50 Personen. Gründer waren der berühmte Wissenschaftler Emin Gün Sirer, Professor für Informatik an der Cornell University. Und der Mitbegründer, Chief Operating Officer Kevin Sekniki, Forscher bei der NASA und Entwickler bei Microsoft.

Wie funktioniert es?

Die Hauptfunktion von Avalanche besteht darin, dezentrale Anwendungen von Drittanbietern auf der eigenen Plattform auszuführen. Dies können beliebige Dienste sein – so etwa DEX-Wechselbörsen, NFT-Marktplätze, DAOs und so weiter.

Die Plattform selbst agiert dabei nicht nur als Blockchain, sondern als ein Open-Source-Ökosystem, bestehend aus verschiedenen Modulen und Subnetzen. Diese Subnetze können folgende Funktionen ausführen:

  1. Parallelisierung von Prozessen, die die Datenverarbeitung beschleunigt.
  2. Einen Konsens untereinander oder ein Null-Level-Netzwerk durch sogenannte Bridges (dt. “Brücken”) finden.

Darüber hinaus wurden Avalanche-Subnetze ursprünglich adaptiv konzipiert. Das heißt, ein Projekt, das seine Anwendung darauf aufbauen möchte, kann Smart Contracts in Avalanche-Subnetzen von Grund auf neu programmieren. Somit bietet dieses System eine genaue Projektanpassung an Ihre Bedürfnisse.

Projektarchitektur von Avalanche

Das Hauptsubnetz von Avalanche besteht aus drei unabhängigen Blockchains:

  1. С-chain – entwickelt für die Verwendung von Smart Contracts, deren Programmierung, Debugging und Einbettung in das Hauptnetzwerk des Projekts. In diesem Subnetz wird das native Avalanche-Token – AVAX – verwendet. Dieser Token wird im Netzwerk generiert, um Transaktionsprovisionen an die Nutzer auszuzahlen.
  2. X-Chain – um die Funktion zum Austausch von Vermögenswerten zu implementieren.
  3. P-Chain – zum Erstellen und Debuggen neuer Subnetze.

Ökosystem Avalanche: Vor- und Nachteile

Zu den Hauptvorteilen der Avalanche-Plattform gehören:

  • Energieeffizienz – ermöglicht durch die Verwendung des POS-Algorithmus;
  • Blockerstellungsgeschwindigkeit – bis zu 4 Sekunden;
  • Transaktionsverarbeitungsgeschwindigkeit – bis zu 4500 pro Sekunde;
  • die Anzahl der Nodes (dt. Knotenpunkte) beträgt mehrere Tausend;
  • Dezentralisierung von Token (Antikit) – der größte AVAX-Inhaber nicht mehr als 4% der Emission;
  • größere Partnerschaften und Investitionen in das Projekt;
  • umfangreiche Roadmap.

Nachteile

Die Nachteile lassen sich in zwei Hauptfaktoren teilen: Erstens – die Tatsache, dass Avalanche ziemlich viele direkte Konkurrenten hat – so beispielsweise Polkadot oder Ziliqa. Schließlich gab es schon viele Etherium-Killer, und die ETH liegt in Sachen Kapitalisierung immer noch an der Spitze und wird ihre Positionen vor allem nach dem Start des PoS-Algorithmus und der Umstellung auf Ethereum 2.0 an niemanden abgeben.

Zweitens betrifft die direkten Aussichten für die Avalanche-Kryptowährung – sie ist im CoinMarketCap-Rating bereits sehr hoch und jetzt sind für das Wachstum des Rankings Kapitalspritzen von vielen Milliarden Dollar erforderlich.

AVAX Token

Der native Token des Ökosystems wird im First-Line-Netzwerk als Zahlungsmittel für die Transaktionen der Teilnehmer verwendet. Außerdem wird mit AVAX die Kommunikation zwischen verschiedenen Subnetzen der Plattform gewährleistet. Die maximale Emission in Tokenomics beträgt 720 Millionen Token. Derzeit beträgt das Umlaufvolumen etwa 220,3 Millionen AVAX, was 30% des Gesamtangebots entspricht.

Wichtig! Wie bereits erwähnt, arbeitet das Avalanche-Netzwerk nach dem PoS-Algorithmus (Proof of Stake). Das heißt, AVAX kann für die Bereitstellung eines Netzwerk-Nodes „gestaked“ und belohnt werden.

Preisdynamik von Avalanche

Nach dem Markteintritt im September 2020 blieb der AVAX-Kurs bis zum Jahresende stabil bei 3-4 Dollar. Zu Beginn 2021, im Zeitraum zwischen Januar und Februar, stieg der Token jedoch wie der gesamte Kryptowährungsmarkt stark auf 30-50 Dollar. Es folgte die Sommerflaute, als AVAX auf 10-20 Dollar sank. Und erst mit Herbstbeginn gab es wieder einen Aufschwung auf 40-60 Dollar.

Im Moment hat das Unternehmen gute und vor allem stabile Neuigkeiten, der Kurs liegt bei etwa 85 Dollar, die Kapitalisierung liegt bei 16 Milliarden Dollar, was dem 13. Platz im CoinMarketCap-Rating entspricht.

Aussicht für Avalanche: Chancen und Perspektiven für das Jahr 2022

Das Fundament des AVAX Coins scheint einen sehr starken Eindruck zu verleihen, obgleich mit einigen negativen Punkten. Das Team rollt ständig Updates und Ankündigungen aus, neue Partnerschaften kommen hinzu. Darüber hinaus sind in der Kryptowährungsbranche jetzt schnelle, adaptive Netzwerke mit hoher Bandbreite und Skalierbarkeit gefragt.

Aber Achtung! Im September 2021 gab Avalanche bekannt, mehr als 230 Millionen US-Dollar an privaten Investitionen aufgebracht zu haben, um die Entwicklung der DeFi-Infrastruktur im Ökosystem zu unterstützen.

Unter den Unternehmen und Fonds, die in Avalanche investiert haben, nannte man solche Giganten wie:

  • Polychain
  • Three Arrows Capital
  • Dragonfly
  • Lvna Capital
  • R Crypto Fund

Vergessen Sie nicht, dass AVAX nur über begrenzte Emissionen verfügt und die Inflationsrate die jährliche 7-8%-Grenze nicht überschreitet. Außerdem wird bei der Schaffung neuer Assets auf Basis des Avalanche-Netzwerks ein Deflationsmechanismus ausgelöst. Alle für die Erstellung von Provisionen ausgegebenen AVAX werden dabei verbrannt.

All diese Punkte machen das Projekt sowohl für mittel- als auch für langfristige Investitionen attraktiv. Und die hohe Volatilität des Token-Kurses zieht sogar spekulative Trader an.
Wenn der Beginn des Jahres 2022 nicht von einer rückläufigen Trendwende geprägt sein wird und kein neuer Krypto-Winter kommt, kann man unbesorgt auf den Wachstum des AVAX-Kurses setzen. Darauf weisen sowohl fundamentale als auch technische Faktoren hin.

Ja, bei einer Marktkapitalisierung von mehreren zehn Milliarden ist das Wachsen eines Tokens nur erschwert möglich. Aber das Projektteam zeigt klar und deutlich, dass es ein höheres Ergebnis im Ranking der Kryptowährungen anstreben.

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